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Steuerliche Hilfsmaßnahmen

Die Corona Pandemie hat auch im Jahr 2021 weiterhin Auswirkungen auf den Gewinn und somit auf die Unternehmens- und die privaten Steuern. Um die Liquidität zu verbessern, wurden die Möglichkeiten zur Stundung von Steuerzahlungen und zur Senkung von Vorauszahlungen massiv verbessert und zudem befristet auf Vollstreckungsmaßnahmen verzichtet.

Die Experten der PKF WULF GRUPPE raten daher:

1. Anpassung der Steuervorauszahlungen 2021

Steuerpflichtige können bis zum 31. Dezember 2021 unter Darlegung ihrer Verhältnisse Anträge auf Anpassung der Vorauszahlungen auf die Einkommen- und Körperschaftsteuer 2021 stellen.

2. Steuerstundungen

Die bis zum 30. Juni 2021 fälligen Steuerzahlungen werden auf Antrag bis zum 30. Juni 2021 zinslos gestundet. Anschlussstundungen nach dem 1. Juli 2021 sind längstens bis zum 30. September 2021 zu gewähren; jedoch mit einer angemessenen und dauernden Ratenzahlungsvereinbarung, längstens bis zum 31. Dezember 2021.

Auf die Erhebung von Stundungszinsen wird verzichtet.

3. Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen

Von Vollstreckungsmaßnahmen soll auf Antrag bis zum 30. September 2021 abgesehen werden, soweit die rückständigen (fälligen) Steuern die Zeiträume bis zum 30. Juni 2021 betreffen. In diesen Fällen sind die im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis zum 30. September 2021 entstandenen Säumniszuschläge grundsätzlich zu erlassen.

Bei Vereinbarung einer angemessenen Ratenzahlung ist eine Verlängerung des Vollstreckungsaufschubs für die bis zum 30. Juni 2021 fälligen Steuern längstens bis zum 31. Dezember 2021 einschließlich des Erlasses der bis dahin insoweit entstandenen Säumniszuschläge möglich.

4. Voraussetzungen für Anpassung Steuervorauszahlungen//Steuerstundungen// Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen

Die Steuerpflichtigen müssen darlegen, dass sie unmittelbar und nicht unerheblich negativ wirtschaftlich von der Corona- Krise betroffenen sind. Dem Finanzamt müssen die Verhältnisse bei Steuerstundungen und Absehen von Vollstreckungsmaßnahmen spätestens bis zum 30. Juni 2021 und bei der Anpassung von Steuervorauszahlungen bis spätestens 31. Dezember vorgelegt werden.

Bei der Nachprüfung der Voraussetzungen sind keine strengen Anforderungen zu stellen. Die Anträge sind nicht deshalb abzulehnen, wenn die Steuerpflichtigen die entstandenen Schäden wertmäßig nicht im Einzelnen nachweisen können.

 

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